Personenschützer, ein Job auf Leben und Tod

Der Beruf des Personenschützers ist sicherlich einer der eher ungewöhnlichen Berufe, denn hierbei setzt man sein Leben jeden Tag aufs Neue aufs Spiel und doch gibt es unheimlich viele Menschen, die diesen Berufswunsch haben.

Personenschützer werden in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt, wobei es sich meist um hochrangige Prominente handelt, die einen Bodyguard benötigen. Seien es Schauspieler oder Politiker, sie alle müssen täglich mit Angriffen auf ihre Person und damit auf ihr Leben rechnen. Sie benötigen einen gewissen Schutz vor eventuellen Angreifern, den sie in Form von einem Bodyguard bekommen. Während in den USA meist mehrere Bodyguards um eine prominente Persönlichkeit umher stehen und den Promi vor eventuellen Angriffen schützen, ist die Situation in Deutschland weniger heikel. Hier kann auch ein Fernsehstar schon mal inkognito durch die Stadt bummeln, ohne dass er befürchten muss, von jemandem angegriffen zu werden. Allerdings kommt es dabei ebenfalls immer auf den Bekanntheitsgrad an, denn eine Bundeskanzlerin Merkel könnte sich nicht so frei bewegen, wie ein B- oder C-Promi. Ganz gleich um welche „Art“ der zu beschützenden Person es sich auch handelt, ein Bodyguard muss immer wachsam sein und stets damit rechnen, dass er auch getötet werden kann.

Grundsätzlich soll die Arbeit des Personenschützers in der Öffentlichkeit schon abschreckend wirken. Je präsenter Bodyguards sind, umso schwerer dürfte es einem potentiellen Angreifer fallen, die Person zu treffen bzw. ihr Gewalt anzutun. Der Arbeitsplatz eines Bodyguards kann ganz unterschiedlich ausfallen. Während die meisten besonders bei feierlichen Anlässen, wie der Verleihung eines Filmpreises, auf dem Roten Teppich oder davor zum Einsatz kommen, sind andere zum Schutz auf Reisen anwesend. Wieder andere kümmern sich um die Kinder der Stars, da hier das Risiko einer Entführung sehr groß ist. Somit werden viele Kinder von reichen oder bekannten Persönlichkeiten mit ihrem persönlichen Bodyguard groß.

Für den Beruf des Personenschützers gibt es keine staatlich anerkannte Ausbildung. Meist stammen diese Fachleuchte aus artverwandten Berufen und sind ehemalige Polizisten. Sie arbeiten dann bei einem Unternehmen für Security oder haben sich mit einem Unternehmen für den Personenschutz selbständig gemacht. Um in diesem Job erfolgreich zu sein, sind nicht nur eine hervorragende körperliche Fitness und ein gewisses Maß an Menschenkenntnis erforderlich, sondern auch ein Verständnis für Marketing. Die Werbung für einen Bodyguard bzw. für ein Unternehmen im Personschutz ist nicht so einfach, wie es für andere Produkte oder Dienstleistungen der Fall ist. Hier zählt eher die Mund-zu-Mund-Propaganda, denn wenn ein Bodyguard seinen Job gut gemacht hat, dann wird unter den Promis darüber gesprochen und so bekommt der Bodyguard seine Empfehlungen. Daher sollte er nicht nur seinen Job verstehen, sondern auch ein freundlicher Zeitgenosse sein. Gewonnen hat ein Bodyguard in der Regel dann, wenn er für eine größtmögliche Sicherheit sorgen kann, dabei aber kaum bemerkt wird.