Hundespiele im Haus
Nicht nur uns Menschen kann langweilig sein. Auch unsere Vierbeiner müssen beschäftigt werden, damit ihnen die Zeit nicht zu lang wird. Auch wenn unsere Haustiere einen Großteil des Tages verschlafen - bei Hunden sind das im Durchschnitt etwa 80 Prozent - müssen sie, wenn sie wach sind ab und an auch mal mit etwas beschäftigt werden, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommen. Ein Hund, der viel allein gelassen wird und weder körperlich noch geistig richtig ausgelastet ist, dem fällt es schnell einmal ein, ein wenig Blödsinn zu machen und entweder die Wohnung zu verwüsten oder Gegenstände, wie etwa Schuhe, Socken, oder was sonst noch so in seiner Reichweite herumliegt, kaputt zu machen.
Gassi gehen alleine reicht einem Hund sicherlich nicht. Man muss ihn in gewisser Hinsicht auf den täglichen Spaziergängen auch immer wieder einmal fordern, entweder durch Übungseinheiten oder Spiele, bei denen er seinen Kopf gebrauchen muss. Wenn das Wetter dafür zu schlecht ist und man es draußen nicht lange aushält, weil es zum Beispiel wie aus Eimern regnet, dann muss man eben ein Ersatzprogramm finden. Dafür gibt es viele Möglichkeiten, die, wie sollte es auch anders sein, ganz nach den Interessen des Hundes gestaltet werden können und auch müssen. Es bringt nichts, wenn man dem Hund ein Beschäftigungsprogramm bietet, mit dem er so gar nichts anfangen kann.
Eine schöne Methode der Beschäftigung sind zum Beispiel Gummispielzeuge, in die man Leckerchen stopfen kann. Es gibt verschiedene Arten und Formen, man muss eben herausfinden, mit welchen sein Hund am besten umgehen kann. Meist sind diese Bälle aus hartem Gummi, so dass sie auch nicht kaputt gehen, wenn der Hund darauf herum nagt. Unterscheiden werden sich diese Gummispielzeuge in der Art, wie man sie entleert. Es gibt zum Beispiel Bälle, die man auf dem Boden herum rollen muss und aus denen dann aus vorgefertigten Löchern die vorher eingefüllten Leckerchen heraus kullern. Eigentlich sollte jeder Hund schnell begriffen haben, dass er sehr schnell an die Leckerchen kommt, wenn er den Ball mit Schnauze oder Pfoten durch die Wohnung schubst.
So ein Spielzeug kann man aber auch sehr schnell selbst machen. Man nimmt einfach eine leere Toilettenpapierrolle, steckt ein paar Leckerchen hinein und klebt die Rolle mit stabilem Klebeband zu. Allerdings nur an den Öffnungen, damit der Klebebandgeruch den Leckerchengeschmack nicht zu sehr übertüncht. Dann macht man mit der Schere oder einem Messer einige Löcher in die Rolle und gibt sie dem Hund zum Spielen. Auch hier gilt das gleiche Prinzip wie bei dem oben genannten Gummispielzeug. Entweder sind die Löcher groß genug, dass die Leckerchen heraus fallen können, oder der Hund muss sich bemühen, die Rolle kaputt zu machen, um an die Belohnung zu gelangen. Hier ist natürlich die Aufräumarbeit für Herrchen und Frauchen im Anschluss ein wenig größer.
Man kann mit seinem Hund aber auch das Hütchenspiel spielen. Zählt es zwar bei den Menschen zu den illegalen Glücksspielen, kann man seinem Vierbeiner damit wirklich helfen, einmal alle grauen Zellen anzuwerfen. Dieses Hütchenspiel kann man entweder kaufen - es gibt verschiedene Firmen, die sich auf intelligentes Hundespielzeug aus Holz spezialisiert haben - oder man macht es wieder selbst. Für dieses Spiel braucht es natürlich wieder die beliebten Leckerchen und drei Gefäße, die den Geruch der Belohnung durchlassen. Dann versteckt man unter einem der Hütchen ein Leckerchen und verschiebt die drei in wechselnder Reihenfolge. Der Vierbeiner sollte dann im Anschluss das richtige Hütchen, unter dem seine Belohnung liegt, herausfinden. Wenn er besonders clever ist, stößt er das Hütchen selbst um, ansonsten wartet man, bis er es mit der Schnauze angestubst hat und hilft ihm beim Umdrehen. Beschäftigung für den Hund ist also wichtig und man sieht, dass man gar nicht viel Geld ausgeben muss dafür, sondern sich schon mit ganz wenig Mitteln selbst helfen kann. Somit sind Hund aber auch Besitzer glücklich.
