Der Kelim - ein Teppich mit jahrhundertelanger Geschichte

Ein Kelim ist eine Art von gewebtem Teppich, der von hellen, frechen Designs geprägt ist. Kelims werden in der Türkei und in vielen Teilen des Nahen Ostens hergestellt, und sie werden häufig in Märkten und Teppichläden des Mittleren Ostens zum Verkauf angeboten. Es ist auch möglich, Kelims in Antiquitätenläden und in westlichen Läden zu finden, die sich auf importierte Textilien und Teppiche spezialisiert haben. Besondere Exemplare sind bspw. bei der youcarpet Unternehmensgesellschaft online durch den Einkauf auf Youcarpet.de erhältlich.

Der etymologische Ursprung des Wortes "Kelim" ist nicht genau bekannt, aber er wird in der türkischen Sprache seit dem 13. Jahrhundert verwendet. Das Wort "Kelim" wird in anderen Sprachen verwendet, um sich auf alle Flachgewebe zu beziehen. Dies ist jedoch falsch, da das Wort "Kelim" eine Webtechnik definiert. Unter Kelims gibt es verschiedene Kategorien, darunter "Cicim", "Zili" und "Sumak". Seit Jahrhunderten wurden diese verschiedenen Designs traditionell von der Mutter an die Tochter weitergegeben. Nur in der Türkei können all diese verschiedenen Techniken in erhaltener Form gesehen werden.

Wie viele Textilien ist der Kelim ausgelegt, um benutzt zu werden, anstatt als reine Dekoration zu wirken. Als Ergebnis haben ein paar Kelims mehr als 100 Jahre überlebt, obwohl die Weberei sich abgenutzt hat und die Fäden langsam verrotten. In einigen wenigen Fällen haben einzigartige Umstände einen Kelim erhalten. Eines der ältesten bekannten Beispiele ist ein Kelim aus dem fünften Jahrhundert. Dieser Teppich spricht dafür, dass die Geschichte der Kelims sehr alt ist, und dass Menschen im Nahen Osten schon seit Tausenden von Jahren Kelims gewebt haben. Um einen Kelim herzustellen, benutzt der Weber Baumwoll- oder Leinen-Kettfäden auf dem Webstuhl und webt dann bunte Schussfäden, um ein Muster zu erstellen. Der Teppich ist in der Regel so dicht gewebt, dass die Ebenen mit den Kettfäden nicht mehr zu sehen sind. Diese Teppiche haben in der Regel geometrische oder florale Motive. Viele Kelims enthalten auch Hinweise auf die Regionen, in denen sie hergestellt wurden, wie z. B. Stammes-Insignien. Wenn der Teppich fertig ist, werden die Kettfäden zu einer Franse gebunden.

Kelims werden in verschiedenen Farben, Designs sowie Zusammensetzungen hergestellt und in unterschiedlichen Größen erhältlich. In verschiedenen Teilen der Türkei werden Kelims  aus vielfältigen Materialien und Kombinationen wie Wolle, Wolle und Baumwolle oder Seide gewebt. Aufgrund der Farbvielfalt und Auswahl an Materialien und der Bedeutung von Kelims sollte die Herstellung als eine Kunst angesehen werden, welche sich von der Kunst des Teppichknüpfens unterscheidet. Eine Besonderheit des klassischen Kelims sind die Spalten im Design. Viele Weber lassen einfach Spalten, wenn sie neue Farben brauchen, anstatt sie zu verflechten Als Ergebnis entsteht ein Teppich mit kleinen Spalten an den Seiten der Muster. In einigen Fällen können diese Spalten zusammengenäht werden, aber einige Sammler suchen diese Teppiche mit Spalten, weil sie ihnen mehr wert sind. Spalten-gewebte Teppiche neigen dazu, sehr hell zu sein und Muster zu haben, die leicht unterschieden werden können. Das Gegenteil sind verwobene Teppiche, die verschwommene und nebelhafte Kanten im Muster haben.

Das Flachgewebe eines Kelims macht den Teppich dünn, ohne weiches Haar, und manchmal sehr grob, je nach den Fasern, welche für die Schussfäden verwendet wurden. Baumwolle, Wolle und Seide sind die häufigsten Fasern, die verwendet werden. Neben der Verwendung als Fußbodenbeläge werden Kelims auch als Wandschmuck genutzt, um ein Haus zu isolieren, sowie als Gebetsteppiche und Sattelunterlagen. Sie sind eng mit den nomadischen Stämmen des Nahen Ostens verbunden. Viele von ihnen produzieren und verkaufen weiterhin traditionelle Kelims.